Am Montag, den 4. Juli, 17 Uhr, öffnet die Buddenbrooks BauBar das nächste Mal ihre Pforten.
Treffpunkt ist wie immer der Museumsshop im Rathausinnenhof, je nach Wetter draußen oder drinnen.
Bier, Bionade und Brezeln sind geordert. Die Mitarbeiter des Ausstellungsteams werden dann eine kleine Überraschung für alle Teilnehmenden vorbereitet haben. So viel sei verraten: Es lohnt unbedingt, dabei zu sein! – Soviel darf verraten werden: Dieses Mal gibt es einen Impuls zum Thema: Autorität und Gehorsam.

 

Ein kurzer Rückblick
An den ersten Montagen im April und im Mai war die BauBar jeweils für eine Stunden geöffnet und am 25. April fand unter dem Titel: „Visionen im Buddenbrookhaus“ eine Besichtigung des Hauses Mengstraße 4 statt. Mitgliedern, die nicht dabei sein konnten, hat der Vorstand folgenden Bericht erstattet:

BauBar 4. April. Das Jahr schreitet kräftig voran und wir haben hier in Lübeck die ersten Veranstaltungen durchführen können. Anfang April öffnete die im letzten Jahr frisch erfundene BauBar ihre Pforten erstmals wieder. Es war kalt am 4.4., windig und regnerisch, wir waren froh, im Infocenter am Rathausinnenhof ein warmes Plätzchen zu haben. Frau Dr. Lipinski und Claudio Staiger als Mitglieder des Ausstellungsteams haben den Gästen auf einem großen Bildschirm Animationen gezeigt von der geplanten Diele im neuen Museumsbau, Mengstraße 4. Es ging darum, ein Raumgefühl entstehen zu lassen durch Licht, Farbe, Durchblicken, der Platzierung von Objekten. Es gibt inzwischen eine ausgearbeitete Szenografie für alle Räume, drei Bilder wurden uns vorgestellt, die anwesenden Gäste äußerten sich zu den Eindrücken. Wir alle sind gespannt, wie es nachher wirklich wird, es entstand Vorfreude.
Bauen mit den Buddenbrooks. Am 25. April haben wir  unter dem Titel „Visionen im Buddenbrookhaus” von den Architekten Jörn Simonsen und Lothar Többen eine Führung durch das Haus Mengstraße 4 bekommen. Wer die alten Ausstellungsräume kannte und schätzte, musste sich daran gewöhnen, wie viel schon ausgeräumt und verändert ist. Aber den Architekten ist es gelungen, uns mit ihren Visionen auf das hin zu lenken, was sie an Neuem planen. An einigen Stellen sind an Wänden und Verkleidungen Probeöffnungen gemacht worden. So konnten wir zum Beispiel sehen, dass genau an der Stelle, wo es zwischen dem ersten Museumsbau Mengstraße 4 und dem Neuankauf Mengstraße 6 einen Wanddurchbruch geben wird, in mittelalterlicher Zeit ein gotisch gestalteter Durchgang vorhanden war, der zu späterer Zeit vermauert wurde. Zukünftig werden alle Besucher des Museums den Durchgang passieren. Beeindruckend sind auch die zukünftigen Raumproportionen, die alten Deckenhöhen des Hauses werden ja wieder hergestellt und die gesamte Breite und Tiefe des Hauses werden genutzt, sodass ein Eindruck entstehen kann, wie ihn Weinhändler Köppen beim Gang durch das Haus bewundernd erlebte: “Alle Achung, Buddenbrook, diese Weite, diese Noblesse.”
Diejenigen Mitglieder und Gäste, die dabei waren, haben sich im Nachhinein sehr positiv dazu geäußert, noch einmal Abschied nehmen und sich zugleich eine Vorstellung davon machen zu können, was im zukünftigen Haus Mengstraße 4 vom Keller bis zum Dach auf uns Museumsbesucher zukommt.
Wir hoffen, in diesem Jahr noch einen Gang durch das alte Haus Mengstraße 6, das zukünftige neue Buddenbrookhaus, mit den Architekten machen zu dürfen. Wenn es soweit ist, werden wir rechtzeitig informieren und einladen.

BauBar, 2. Mai. Zwölf Gäste erlebten eine anschauliche Präsentation zu einem Zentralthema der neuen Dauerausstellung, den sogenannten „Literaturinseln“. Gelungen vorgetragen haben Karen Heuer, Barbara Eschenburg und Claudio Staiger. Neun dieser Inseln, jeweils eine in einem der Ausstellungsräume, werden Besuchern persönliche Erlebnismomente verschaffen, vorgestellt wurde dieses Mal das Thema „Gehorsam“ in Heinrich Manns Roman Der Untertan sowie das Thema „Durchleuchtung/Erleuchtung“ per Röntgen anhand einer Szene im Roman Der Zauberberg von Thomas Mann. Nach der Päsentation ergab sich eine spontane Möglichkeit, ein vertiefendes Gespräch über die Kellerthematik im Haus Mengstraße 6 zu führen, eine Gästin in der BauBar ist Mitarbeiterin im Fachamt Denkmalpflege.