,,Wer das Dichten will verstehen, / muß ins Land der Dichtung gehen; / wer den Dichter will verstehen, / muß in Dichters Lande gehen.“

Wiewohl Goethe in diesem Zitat eine unmögliche Forderung stellt, denn das ,,in Dichters Land gehen“ bleibt dem Dichter selbst vorbehalten, ist ein – freilich unvollständiger – Versuch der Anspruch des von der Dichtkunst bewegten Außenstehenden. Ich habe, was ich bisher von Thomas und Heinrich Mann gelesen habe, gern gelesen, besonders die ,,Buddenbrooks“. Selten einprägsam der rauchend-ermattete Thomas, welcher im Halbdämmerlicht mit rastloser Dringlichkeit, die keinen haltbaren Gegenstand hat und darum verzweifelt wirkt, Raum um Raum durchmisst, eine Allegorie des bitteren, unbestimmten Sehnens. Über die Möglichkeit, ein Freiwilliges Kulturelles Jahr im Buddenbrookhaus zu absolvieren, freue ich mich sehr, im sicheren Glauben, dass es mich der Lebenswelt der Manns und ihren Werken näher bringen wird.  Für die Unterstützung durch den Förderverein bedanke ich mich bei den Mitgliedern!

(Foto: © Buddenbrookhaus, Lübecker Museen)